#136 – A Lenda do Herói

Vorwort: Das hat zwar überhaupt nichts mit dem Artikel heute zu tun, aber es ist einfach viel zu cool um es euch nicht zu zeigen! 😉

Zum Jahrestag habe ich von meiner besseren Hälfte ein sehr cooles Geschenk bekommen – eine retrololo-Tasse!

Ich finde das Design richtig cool. Hätte gar nicht erwartet, dass sich das Logo, bzw. die Grafik so gut auf einer Tasse macht! 🙂

Passend dazu hat mir mein Kumpel Michi einen Untersetzer gebastelt. Moment – das ist doch nur eine einfache Diskette, oder?

Tja, nicht ganz, denn tatsächlich ist das gute Stück vollständig aus Lego gebaut! Ihr glaubt mir nicht? Hier der Vergleich mit einer echten Diskette:

Das Teil ist wirklich cool gemacht, sogar an die Löcher für den Schreibschutzschieber wurde gedacht! 🙂

Zusammen mit dem Mauspad (siehe Artikel 67) kann ich jetzt schon fast einen Merchandise-Shop aufmachen! 😀

Vielen Dank nochmal euch beiden für die tollen Geschenke! 🙂

So, jetzt aber schnell zurück zum eigentlichen Thema…

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Nachdem wir uns in den Artikeln 129 und 130 überwiegend mit der „Technik“ der Switch beschäftigt haben, ist mir aufgefallen, dass ich euch noch gar keine Spiele für Nintendos Konsolenhybriden vorgestellt habe – das möchte ich heute ändern!

Ich habe lange überlegt, welches Spiel ich euch als erstes präsentieren könnte, habe mich dann aber letztendlich für einen eher unbekannten Indie-Titel entschieden, von dem ihr (vermutlich) noch nichts gehört habt! 😉

Fun Fact: Klar, über die AAA-Titel wie z.B. „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“, „Super Mario Odyssey“ oder „Pokémon Schwert/Schild“ gäbe es einiges zu erzählen, aber ich denke zu diesen Spielen gibt es schon genügend Informationen im Netz. 😉

Eines dieser recht unbekannten Spiele ist „Songs for a Hero“. Das Spiel erschien bereits 2016 für den PC, wurde aber erst im Jahr 2020 als „Definitive Edition“ mit allen erschienenen DLCs erneut zusammengepackt und für den PC (via Steam) sowie für die Nintendo Switch veröffentlicht.

An und für sich ist Songs for a Hero ein einfacher 2D-Plattformer. Ihr spielt einen namenlosen Helden der mit Schwert und Schild loszieht, um den Hilferufen einer gefangenen Prinzessin zu folgen. WOW – Killer-Story, ich weiß! 😀 Nichts was es nicht schon tausendmal gegeben hätte…

Fun Fact: Mit „einfach“ meine ich eher das Spielprinzip, denn einige Passagen des Spiels sind für ungeübte Finger gar nicht so einfach zu bewältigen! 😉

Bevor ihr mich steinigt – natürlich ist das nur die halbe Wahrheit, denn tatsächlich spielt sich Songs for a Hero eher wie ein humoristisches, interaktives Musical. WHAT?! Wie ist das denn gemeint? Nun, das ganze Spiel wird akustisch von unserem Protagonisten begleitet – und zwar mit in Reimform gesungenen Versen! 😀

Fun Fact: Im brasilianischen Original heißt das Spiel „A Lenda do Herói“ – somit ist auch der Titel des heutigen Blogbeitrags erklärt. Gut, dass es für den internationalen Markt auch auf Englisch vertrieben wird, denn mit portugiesischem Gesang kann zumindest ich nicht viel anfangen! 🙂

Der Clou dabei ist, dass diese Verse dynamisch je nach Spielsituation gesungen werden. Der Held reagiert also auf das was ihr tut und besingt es mit passenden Reimen. Dabei werden zahlreiche Klischees wie z.B. das ewige „nach rechts gehen um weiterzukommen“ oder das „keinen Fallschaden nehmen, obwohl man aus vielen Metern Höhe auf den Boden knallt“ sarkastisch angepriesen. Was für eine kreative und vor allem coole Idee!

Das Spiel besteht aus insgesamt neun Levels, welche den Spieler in verschiedenste Gebiete (Wald, Wüste, Katakomben, Gletscher, etc.) mit entsprechend designten Gegnern schicken. Jeder Level ist dabei in einzelne Akte (ähnlich wie bei einem Musical oder eine Theateraufführung) aufgeteilt und wird durch einen epischen Bosskampf am Ende eines Abschnitts abgerundet.

In jedem Level, bzw. jedem Abschnitt gibt es verschiedene Gegenstände einzusammeln. Neben dem klassischen Extraleben (in Form eines fliegenden Kopfes des Helden :D) können z.B. goldene Medaillen eingesammelt werden. Je drei davon bringen ebenfalls ein Extraleben.

Auch gibt es pro Abschnitt drei goldene Musiknoten einzusacken, welche benötigt werden um die Türen zu geheimen Bosskämpfen zu öffnen – fast so wie bei „Banjo-Kazooie“! 🙂 Leider sind die Türen zu den „secret bossfights“ selbst auch nochmal – meist sogar ziemlich fies – in einem beliebigen Abschnitt eines Levels versteckt. Ganz schön kryptisch das alles… 😉

Fun Fact: Gut, dass die Noten völlig optional sind. Ich habe sie oft erst nach stundenlanger Spielzeit gefunden, da sie sich zumeist unsichtbar z.B. hinter Wänden verstecken. Möchte man alle finden bleibt einem nichts Anderes übrig als jeden noch so kleinen Winkel des Levels abzusuchen – puh! 😀

Viel wichtiger aber noch sind die Schatztruhen. Von ihnen gibt es ein paar (manchmal nur eine, manchmal mehrere) in jedem Abschnitt. Sie beinhalten Herzteile, Energietränke, Waffen oder Schriftrollen durch welche unser Helden neue Fähigkeiten erlernt. Gerade der „Dash“, bei dem der Recke für eine kurze Zeit durch die Luft schießen kann, erweist sich an vielen kritischen Stellen als extrem Nützlich!

Die einzelnen Levels sind über eine Oberwelt miteinander verbunden. Besonders praktisch ist, dass man von hier aus einzelne Levelabschnitte direkt anwählen kann und nicht erst ein komplettes Gebiet erneut erkunden muss, um ggf. einen vergessenen Schatz oder Musiknoten zu suchen.

Über die Oberwelt lässt sich auch die Stadt erreichen. Hier kann der Held mit den Stadtbewohnern quatschen…

…oder sich Heil- und Energietränke im Shop zulegen. Ebenso können Energiekristalle und Herzteile gekauft werden um den eigenen Charakter noch weiter zu verstärken. Schön zu sehen, dass die Entwickler dem Spieler ein paar Möglichkeiten an die Hand geben sich das Leben durch Verstärkung der eigenen Ausrüstung etwas einfacher zu machen.

Für einen 2D-Plattformer bietet das Spiel einiges an Abwechslung. So müssen neben den typischen Sprungeinlagen auch kleinere Rätsel, wie z.B. Schalter drücken um Türen zu öffnen…

… oder Kamine mit einem Feuerschwert entfachen um eine Brücke herunterzulassen, gelöst werden.

Nach jedem erfolgreich absolvierten Level wird man mit einem weiteren Stück der Hintergrundgeschichte belohnt. Manchmal empfängt man sogar kryptische Nachrichten der verschollenen Prinzessin. Ob es ihr gut geht?

Auch der Humor der Entwickler macht einen Großteil des Charmes des Spiels aus. So wird z.B. mit Anspielungen auf andere Prinzessinnen rettende Protagonisten nicht gegeizt. Hm, woher kommt mir z.B. nur der Satz „the princess is in another castle“ bekannt vor? 😉

Als kleines „Zuckerl“ darf man nach Abschluss der Hauptstory obendrauf noch einen Epilog spielen, welcher die Story sowie die Hintergründe des eigentlichen Spielendes genauer beleuchtet. Das nenne ich mal eine ordentliche Belohnung! 🙂

Tja, ich denke viel mehr kann und will ich über Songs for a Hero gar nicht erzählen. Das Spiel ist kurzweilig und für sarkastische Jump-and-Run-Fans mit gutem Humor und einem Faible für Musik ein absolutes Muss! Ich war beim Spielen häufig an dem Punkt die Switch nach einigen Stunden Spielzeit beiseite zu legen, habe mich dann aber selbst schnell mit einem „ach komm, nur noch ein Level“ überredet weiterzuspielen! 😀

Fun Fact: Die Idee für das Spiel entstand eigentlich durch ein 2013 (mit portugiesischem Text bereits 2012) veröffentlichtes Video namens „The Legend of Hero“. Fans fanden das Video und die Idee eines singenden Protagonisten so gut, dass sie sich eine Spielumsetzung gewünscht haben. Kurze Zeit später wurde dieser Wunsch vom brasilianischen Entwicklerstudio „Dumativa“ in Zusammenarbeit mit den Castro Brothers tatsächlich erfüllt!

In diesem Sinne – bis die Tage!

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