#112 – Tony Hawk’s Pro Skater 3

Ich hatte es ja bereits in Artikel 110 angedroht und heute ist es so weit: Ich möchte zusammen mit euch einen Blick auf „Tony Hawk’s Pro Skater 3“ werfen – dem Aushängeschild der Serie und nebenbei mein absolutes Lieblings-Skateboard-Spiel! 😉

THPS3 wurde – genauso wie die anderen früheren Teile der Serie von Neversoft entwickelt und 2001 von Activision auf GameCube, PS1 und PS2 veröffentlicht. Ein Jahr später kam das Spiel dann auch auf der Xbox, dem N64 (nur in USA) und dem PC an.

Fun Fact: Ich selbst besitze das Spiel auf mehreren Plattformen weil tatsächlich jede Portierung etwas anders ist und ich mir keinen Teil des Klassikers entgehen lassen wollte! 🙂

Zum ersten Mal erfahren habe ich von dem Spiel 2001, als ich mir die Dezember-Ausgabe der Bravo Screenfun gekauft habe (kennen wir ja bereits aus Artikel 98). Ganz vorne auf dem Cover springt uns Tony Hawk mit einem Tailgrab direkt aus einer Halfpipe entgegen – IN YOUR FACE! 😀

Tatsächlich habe ich das Spiel meist auf dem PC gezockt – und das über mehrere Computergenerationen hinweg! Mit seinen geringen Systemanforderungen (Windows 98, Pentium III 500 MHz, 64 MB RAM, DirectX 8.1) lief das Spiel so ziemlich auf jedem Rechner und selbst auf meiner jetzigen Windows-10-Büchse läuft das Teil noch ohne Probleme! 🙂

Zu Beginn des Spiels wählt man einen Modus aus. Neben dem klassischen „Karriere-Modus“ (2 Minuten Zeitlimit pro Lauf zur Erfüllung von diversen Zielen) stehen auch „Einzelsession“ (Skaten ohne Ziele) und „Skate For Fun“ (Skaten ohne Ziele und Zeitlimit) zur Verfügung. Wer immer noch nicht genug hat, kann sich ein einem Parkeditor austoben und selbst den Skatepark seiner Träume bauen!

Fun Fact: Tony Hawk’s Pro Skater 3 war das erste Spiel der Reihe, das man auch online (lokal oder über GameSpy-Server) spielen konnte. Leider wurden die GameSpy-Netzwerkdienste 2014 eingestellt, allerdings haben Fans einen Ersatz namens „OpenSpy“ entwickelt. Mit einem speziellen Patch kann man so die EXE-Datei des Spiels modifizieren und weiterhin über Netzwerk spielen! 😉

Bevor es losgeht, muss man einen Skater auswählen oder selbst einen erstellen. Je nach dem für welchen Skater man sich entscheidet, verändern sich teilweise einige Levelziele, die es zu schaffen gilt. Auch besitzt jeder Skater andere Statuswerte, bringt eigene Board-Designs mit und hat natürlich eigene Spezialtricks auf Lager.

Insgesamt stehen 13 vordefinierte Profi-Skater zur Verfügung. Zusätzlich gibt es acht versteckte Skater, die man erst durch (mehrmaliges) Durchspielen des Spiels mit einem anderen Skater freischalten kann. Dazu gehören z.B. Officer Dick, Kelly Slater, eine Dämonin oder sogar Wolverine und Darth Maul! 🙂

Fun Fact: Nur in der PC-Version gibt es mit dem „Doom Guy“ noch einen weiteren versteckten Skater, welcher sich nur durch einen Cheatcode freischalten lässt.

Was den Spielumfang angeht behält der dritte Teil die Struktur der ersten beiden Teile bei und bietet diverse Herausforderungen in insgesamt acht Leveln (plus einem Bonuslevel) zu meistern.

Fun Fact: Meine zwei Lieblings-Level sind Kanada und der Flughafen. Das Design der Level ist zeitlos und lädt quasi zum Aufstellen von Highscores ein! 🙂 Die beiden Level waren scheinbar auch bei anderen Spielern sehr populär und wurden einige Jahre später im klassischen Modus von „THUG2“ wiederverwendet!

In jedem Level müssen neun Ziele erfüllt werden, allerdings reicht zum „Weiterkommen“ (Freischalten des nächsten Levels) meist schon die Erfüllung von fünf oder sechs Zielen. Zu den Aufgaben gehören so Dinge wie S-K-A-T-E-Buchstaben einsammeln, Highscores erzielen, einen bestimmten Trick an einem bestimmten Objekt durchführen, das versteckte Videotape finden und meist ein bis zwei levelspezifische Challenges. So muss z.B. in Kanada ein schneeballwerfender Idiot unter einer Lawine begraben werden:

Ebenso müsst ihr einem Typen helfen, der mit seiner Zunge an einem Laternenmast festklebt. Kleiner Tipp – es klappt indem ihr ihn einfach überrollt 😀

In der Vorstadt müsst ihr dann fünf Kürbisse zermatschen…

und auf zwei langen Stromkabeln grinden um eine Satellitenschüssel zu reparieren.

Fun Fact: Kids – don’t try this at home! 😛

Am Flughafen angekommen müsst ihr eurem Skate-Kumpel zwei Tickets bringen…

… und fünf Taschendiebe aufhalten, indem ihr sie auch einfach überfahrt! xD

Abschließend muss dann in Los Angeles noch ein Erdbeben ausgelöst werden. Scheinbar geht das, indem man über vier Geländer drüber schliddert! 😀

Damit man den Überblick behält werden vor Beginn sowie am Ende eines Laufs die (erfüllten) Ziele aufgelistet – praktisch! 🙂

Als wichtiges Gameplay-Element wurde der „Revert“-Trick eingeführt. Damit lassen sich Trick-Combos z.B. beim Landen aus Half- oder Quaterpipes („Vert-Tricks“) mit Tricks auf dem Boden wie z.B. Manuals („Flatground-Tricks“) sowie Grinds verbinden.

Besonders mag ich an dem Spiel, dass es keine alberne (an den Haaren herbei gezogene) Story gibt. Ebenso wurde auf ein übermäßiges Einarbeiten von Textboxen oder Cutscenes verzichtet, sodass man einfach sofort losskaten kann! Die Steuerung (am PC) ist hierbei über Gamepad oder Tastatur möglich. Natürlich kann die Tastenbelegung im beiliegenden Setup je nach Bedarf flexibel angepasst werden.

Fun Fact: Während die meisten Gamer eher zu ersterem tendieren, spiele ich Tony Hawk bis heute mit der Tastatur – und dann auch noch mit den Händen „über Kreuz“! 😀 Fragt mich bitte nicht warum, aber so hab ich mir das als Teenager wohl irgendwann mal angewöhnt und so kann ich es einfach am besten… 😀

Selbstverständlich trägt auch der coole Soundtrack einen großen Teil zum Erlebnis bei. Bei der Auswahl an Songs bleibt THPS 3 seinen beiden Vorgängern treu – von den Red Hot Chilli Peppers bis hin zu Xzibit ist alles dabei. Activision musste damals einiges an Lizenzgebühren hinblättern um die Lieder bekannter Bands aus den Genres Punk, Ska und Hip Hop verwenden zu dürfen. Das hat sich definitiv gelohnt, ich denke es gibt wenige Spieleserien mit ähnlich ikonischem Soundtrack! 😉

Fun Fact: Meine persönlichen Favoriten sind „96 Quite Bitter Beings“ von CKY und „Not the Same“ von Bodyjar.

Besonders im Kopf geblieben sind mir die Videosequenzen, die man als Belohnung für eine perfekt abgeschlossene Karriere erhält. Je nachdem mit welchem Skater man gespielt hat, bekommt man ein typisches „90er-Jahre-Skate-Video“ von seinen besten Tricks (meist inklusiver kostenloser „Celebrity-Room-Tour“ durch das jeweilige Anwesen) zu Gesicht. So eine einfache, aber dennoch geniale Idee, den Spieler für seine Bemühungen zu belohnen! 🙂

Was die Kritiken angeht, kam das Spiel wohl nicht nur bei mir, sondern auch bei diversen Fachmagazinen und Internetportalen sehr gut an. Auf Metacritic wird THPS 3 bis heute (zusammen mit GTA III) als bestes PS2-Spiel aller Zeiten gelistet! Auch in vielen „Bestes-Tony-Hawk-Spiel“-Listen, wird Teil 3 ganz oben geführt (z.b. hier, hier oder hier).

Man merkt dem Spiel definitiv an, dass Neversoft mit den ersten beiden Titeln Erfahrungen gesammelt hat um dann mit den ganzen Erkenntnissen (und einem fetten Budget aus den Verkäufen der ersten beiden Teile) dieses Meisterwerk zu erschaffen. THPS 3 bietet einfach eine perfekte Balance – in jeglicher Hinsicht! Es gibt einige (sinnvolle) Neuerungen, aber nicht zu viele. Auf Mechaniken, die das Gameplay nur unnötig aufblasen würden, wurde verzichtet. Es gibt Ziele zu erfüllen, diese sind nicht zu leicht (aber auch nicht zu schwer). Es bietet einen extrem hohen Wiederspielwert, indem es versteckte Skater mit alternativen Herausforderungen und neuen Spezialtricks anbietet.

Fun Fact: Ich habe immer gerne mit der Dämonin gespielt – nicht wegen ihrem (in jeglicher Hinsicht) feurigem Aussehen, sondern vielmehr wegen ihrer absolut abgefahrenen Spezialtricks! 😀

So, jetzt ist aber Schluss mit der Schwärmerei – na gut, vielleicht noch ein abschließender Satz! 😉

Meiner Meinung nach ist Tony Hawk’s Pro Skater 3 das perfekte Tony Hawk’s Spiel. Ich spiele selbstverständlich auch die anderen Teile gerne, aber zu keinem kehre ich so oft zurück wie zu Teil drei.

Also, holt eure verstaubten PS2-Konsolen aus dem Keller und gönnt euch eine Runde „Tony Hawk’s Pro Skater 3“ – denn wie jeder weiß: Aller guten Dinge sind drei… 😉

2 Kommentare zu „#112 – Tony Hawk’s Pro Skater 3

  1. Ich kann verstehen, dass Tony Hawks Pro Skater 3 oft als bester Teil der reihe gehandelt wird. Ab Teil 4 wurde die klassische Formel immer mehr abgeändert, was mal mehr und mal weniger gelungen ist und sowieso nicht allen Leuten gefällt. Teil 1 ist immer noch klasse aber sehr rudimentär. Teil 2 und Teil 3 stellen aufgrund kleiner Gameplay-Anpassungen enorme Fortschritte da. In Teil 2 namentlich die Manuals und in Teil 3 die Reverts. Von daher hat Teil 3 die wichtigsten Gameplay-Eigenschaften + den Grafiksprung auf die neue Generation.

    Bei mir spielt da wohl sehr die Nostalgiebrille mit. Den dritten Teil habe ich damals nicht besessen und deswegen weitaus weniger als Teil 3 und Teil 4 gespielt. Von daher erkenne ich die Genialität des Spiels durchaus an, jedoch verbinde ich weniger mit dem Soundtrack und den Levels. Meckern möchte ich darüber nicht, da auch da alles noch klasse ist, aber gerade die Gießerei hat für mich nicht den Klassikerstatus des Hangars. Auch sind bei Teil 1, 2 und 4 einfach mehr Songs, die ich im Hinterkopf habe als bei Teil 3.

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