#110 – THPS

Die Neunziger. Nichts war so cool wie zerrissene Hosen, ein Walk- oder Discman in der Tasche, eine PS1-Konsole, die Pflege eines Tamagotchis – und natürlich Skateboarding! 🙂

Mich persönlich hat die Faszination von Skateboarding im „real life“ nie so richtig gepackt. Vielleicht liegt es daran, dass mich selbst Inlineskaten oder Schlittschuhfahren schon vor größte Herausforderungen stellt. Aber das alles ist völlig egal: Hatte man als Kind kein Skateboard – egal ob man überhaupt darauf stehen konnte oder nicht – war man einfach nicht cool!

Was die „virtuelle Welt“ angeht, sieht die Geschichte da schon anders aus! Wie immer dauerte es das ein oder andere Jahr bis die Skateboarding-Welle (primär geritten durch den Star der Szene „Tony Hawk“) über den großen Teich zu uns nach Europa überschwappte. Am 29. September 1999 war es dann so weit – rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft stand „Tony Hawk’s Pro Skater“ für die PS1 in den Regalen:

Fun Fact: Tatsächlich wurde das erste „Tony Hawk’s“ nur in Amerika als „Tony Hawk’s Pro Skater“ veröffentlicht – in England, Australien, Neuseeland und Teilen der EU (und somit auch Deutschland) wurde das Spiel seltsamerweise als „Tony Hawk’s Skateboarding“ veröffentlicht. Alle weiteren Teile hießen dann auf der gesamten Welt gleich (z.B. „Tony Hawk’s Pro Skater 2“ oder „Tony Hawk’s Underground“.

Die Entstehungsgeschichte des Spiels ist kurios. Der Publisher Activision erkannte den Geist der Zeit und vergab den Auftrag zur Entwicklung eines Skateboarding-Spiels an ein kleines Entwicklungsstudio namens „Neversoft“ aus Los Angeles. Diese hatten bereits zuvor „Apocalypse“, ein Third-Person-Shooter mit Bruce Willis in der Hauptrolle für Activision entwickelt. Obwohl die Firma noch nie ein Sportspiel entwickelt hatte, schenkte Activision ihnen ihr Vertrauen.

Fun Fact: Tatsächlich wurde für die Entwicklung von „THPS“ die Engine von Apocalypse modifiziert. Die ersten Prototypen des Spiels enthielten sogar noch Bruce Willis auf einem Skateboard! 😀

Während einige Hersteller mehr auf Realismus bei ihren Sportsimulationen setzten, ging Neversoft einen anderen Weg. Das Entwicklungsteam verbrachte ihre Mittagspausen in einer Bowlinghalle in der Nähe ihres Büros. Dort stand ein Arcade-Automat auf dem Segas „Top Skater“ lief. Die Mitarbeiter waren so begeistert von dem Spiel, dass sie sich bei ihrem Skateboardspiel (THPS) stark von Top Skater inspirieren haben lassen. Ziel ist es, dass der Spieler Spaß auf der Jagd nach Highscores hat und nicht durch die potentiell frustrierende Steuerung einer möglichst realen Skateboardsimulation ausgebremst wird.

Auch Activision trug zum Erfolg des Spiels bei indem sie den Profi-Skater „Tony Hawk“, welcher zu der Zeit bereits viel Popularität genoss, als Berater sowie für die Namensrechte engagierte. Ebenso stand Hawk den Entwicklern bei Fragen Rede und Antwort, fungierte als Testkandidat für diverse Prototypen des Spiels und war auch für die Auswahl aller weiteren spielbaren Charaktere (ebenfalls Profi-Skater) zuständig.

Anstatt den Spieler einfach blind in eine offene Welt zu stecken, konnten verschiedene Spielmodi (Freeskate, Single Session, Career) ausgewählt werden. Für Einzelspieler war besonders der „Karriere-Modus“ interessant. Hier galt es zahlreiche Herausforderungen (S-K-A-T-E-Buchstaben einsammeln, Highscore erzielen, Kisten zerstören und natürlich das versteckte Videotape finden) in diversen Leveln zu meistern. Damit man den Überblick behält, werden vor Beginn eines Levels die Ziele aufgelistet:

Erreicht man ein paar Ziele wird ein neuer Level freigeschaltet. Jede Session dauerte dabei nur zwei Minuten und ein Ziel muss innerhalb einer Session beendet werden. Das erhöht den Schwierigkeitsgrad und sorgt für Nervenkitzel, wenn man z.B. den letzten S-K-A-T-E-Buchstaben innerhalb der letzten vier Sekunden kurz vor Ablauf des Zeitlimits einsammelt! 😀

Begleitet wurde man dabei von einem legendären Soundtrack, dessen Songs bis heute noch in zahlreichen Playlisten zu finden sind. Genretechnisch bewegten sich die Lieder überwiegend im Bereich „Skate-Punk“. In den späteren Teilen kamen dann auch noch ein paar andere Genres (wie z.B. Rap) dazu. In jedem Fall hatten die Tracks sehr hohes Ohrwurmpotential. Klassische Beispiele wären hier z.B. „Superman“ von der Band Goldfinger oder „You“ von Bad Religion.

Das Ergebnis schlug ein wie eine Bombe. Tony Hawk‘s Pro Skater verkaufte sich so gut, sodass es nur eine Frage der Zeit war bis Neversoft mit „Tony Hawk’s Pro Skater 2“ erneut zuschlug:

Alles was den ersten Teil großartig machte wurde erhalten, alle Schwächen wurden ausgemerzt. Die Grafik wurde überarbeitet und was das Gameplay angeht wurden auch diverse Neuerungen wie z.B. das Einsammeln von Geldscheinen zur Verbesserung der Statistikpunkte („Fähigkeiten“) eines Skaters eingeführt.

Ebenso konnte der Spieler jetzt dank „Manuals“ seine Trickkombinationen auch auf flachem Terrain verlängern und so noch intensiver auf Highscore-Jagd gehen! Als das Spiel 2000 in die Läden kam wurde es sofort zu einem Kassenschlager und gilt bis heute als eines der besten Spiele aller Zeiten.

Fun Fact: Die Tony Hawk Spiele wurden für zahlreiche Plattformen (z.B. PS1, PC, Dreamcast, N64, Game Boy und sogar iOS) veröffentlicht – somit gibt es keine Ausrede für euch die Titel nicht selbst mal anzuspielen! 😉

Im Jahre 2001 (auf einigen Plattformen erst 2002) ging es dann mit THPS 3 weiter. Optisch wurde nochmal eine gewaltige Schippe draufgepackt und auch am Gameplay wurde nochmal etwas gefeilt. So kamen z.B. Tricks wie Revert oder Wallride dazu, welche noch längere Trick-Kombos ermöglichten.

Fun Fact: Tatsächlich ist Tony Hawk’s Pro Skater 3 mein absoluter Lieblingsteil der Serie. Vielleicht ist es die Nostalgie, weil ich den Titel als Kind (oder Jugendlicher) rauf und runter gespielt habe. So oder so halte ich es für ein legendäres Spiel. Wer sich jetzt wundert, wieso ich an dieser Stelle nur kurz darüber spreche dem sei gesagt: Es ist aber mal sowas von klar, dass ich dem Titel einen eigenen Blogartikel widmen werde! 🙂

Tony Hawk’s Pro Skater 4 (ca. 2002) war dann das erste Spiel, welches vom klassischen Konzept (einzelne Ziele innerhalb von zwei Minuten zu erfüllen) abwich. So konnte der Spieler sich nun freier bewegen und einzelne Personen als Auftraggeber von Herausforderungen ansteuern. Wie auch seine Vorgänger kam das Spiel bei Fans und Kritikern gut an.

Fun Fact: Auch war THPS 4 das erste Spiel, in welchem man sich an Autos (zum Erlangen von Geschwindigkeit) dranhängen konnte. In vorherigen Titeln haben diese einen einfach überfahren. 😀

2003 folgte dann mit „Tony Hawk’s Underground“ ein weiterer Titel. Natürlich wurde das bisherige Repertoire um ein paar weiter Gameplay-Mechaniken ergänzt. So gab es neue Tricks und zum ersten Mal wurde dem Spieler das Absteigen vom Skateboard ermöglicht. Auch wurde der Hauptspielmodus in einen „Story Mode“ umgewandelt, welcher wie eine Art Abenteuer mit Zwischensequenzen erzählt wird. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Nachwuchs-Skaters, der sich die Karriere-Leiter hocharbeiten muss.

Prompt folgte 2004 der Nachfolger „Tony Hawk’s Underground 2“. Diesmal tourte der Spieler zusammen mit ein paar anderen Profi-Skatern auf der „World Destruction Tour“ durch diverse Levels und musste neben klassischen Aufgaben (Highscore, Combo-Buchstaben, SKATE-Buchstaben) auch zahlreiche echt schräge Challenges meistern. Das ganze Spiel war mehr oder weniger an „Jackass“ angelehnt und gab dementsprechend Bam Margera (samt seinen verrückten Ideen) eine größere Rolle. Toll war dabei, dass man in jedem Level weitere Skater entdecken konnte, welche wiederrum ihre eigenen Aufgaben mit sich brachten. Auch die Grafik bot ein bisher nie dagewesenes Erlebnis.

Fun Fact: Quasi als „Bonus“ wurde neben dem Storymodus auch ein „Classic Mode“ in THUG 2 eingeführt, in welchem der Spieler (analog den früheren Titeln) innerhalb eines Zwei-Minuten-Limits diverse Ziele erreichen musste.

Leider war „THUG 2“ ein Wendepunkt in der bisher so schillernden Reihe, denn 2005 folgte mit „Tony Hawk’s American Wasteland“ ein Titel, welcher nicht ganz so gute Rezensionen erhielt. Ihr spielt einen namenlosen Amateur-Skater, welcher sein altes Leben hinter sich gelassen hat und in Hollywood neu anfangen möchte. Ziel des Spies ist es in der gesamten Welt Teile für eine sog. „Skate Ranch“ zusammenzusammeln. Alle Level sind dabei über den Story Modus (und letztendlich lange leere Gänge) miteinander verknüpft, so soll das Gefühl eines „Open-World-Spiels“ aufkommen. Keine schlechte Idee, leider wurde gerade die Skate Ranch eher mittelmäßig umgesetzt. Auch die neu eingeführten Mechaniken wie das Radeln auf BMX-Bikes oder Parkour-Elemente (ohne Skateboard) kamen nicht gut an. Man hatte den Eindruck Neversoft hat irgendwie seine Wurzeln verloren und wurde gezwungen jedes Jahr ein neues frisches Spiel auf den Markt zu werfen – um jeden Preis.

Einen kleinen Lichtblick brachte „Tony Hawk’s Project 8“ im Jahre 2006. Das Spiel wirkte wieder etwas reifer als American Wasteland und konzentrierte sich auf das Wesentliche. Als Skatetalent müsst ihr euch in einer Rangliste (durch Erledigung von Challenges) nach oben arbeiten um einem von Tony Hawk organisiertem elitären Team namens Project 8 anzugehören. Insgesamt kein schlechtes Spiel, aber Story, Grafik und Leveldesign enttäuschten leider etwas. Ebenso wurden einige Funktionen der Vorgänger gestrichen. Doch wo Schatten ist gibt es auch Licht. Gerade der „Nail-the-Trick“-Modus, ein neuartiges Element zur Steuerung und Entwicklung von eigenen Tricks in Zeitlupe, wurde von vielen gelobt.

Fun Fact: Ich persönlich habe Project 8 als Teenager nie gespielt, weil das Spiel nur für Konsolen (PS2, PS3, Xbox, Xbox 360, PSP) und nicht für den PC erschien.

Mit „Tony Hawk’s Proving Ground“ wurde der leichte Aufwärtstrend 2007 leider nicht fortgesetzt – im Gegenteil. So langsam merkte man der Spieleserie an, dass der große Hype aus der Gründerzeit verflogen war und die Entwickler nicht so recht wussten, was sie noch an Neuerungen etablieren können um die Serie interessant zu halten. Tatsächlich war Proving Ground das letzte Spiel, welches von den Serienschöpfern Neversoft entwickelt wurde. Das Team fühlte sich ausgebrannt und das merkte man dem Endprodukt leider an. Die Levels wirkten riesig aber auch etwas leer. Neu ist der „Rigger“-Modus, in dem die Landschaft durch das Hinzufügen von Objekten verändert werden kann. Proving Ground ist ein eher mittelmäßiges Spiel, welches dem hohen Standard der Vorgänger keinesfalls gerecht wird.

Fun Fact: Auch dieser Titel kam nicht für den PC raus und so kam ich nicht in den Genuss (oder habe es mir erspart) das Spiel zu spielen.

Neben den Hauptspielen gab es natürlich auch noch zahlreiche weitere Ableger der Serie (u.a. für portable Konsolen). Ich will nicht auf alle eingehen, hier nur ein paar Beispiele: Ein tiefer Griff ins Klo waren die 2009 und 2010 vom neu beauftragten Entwicklerstudio Robomodo entwickelten Titel „Tony Hawk: Ride“ und „Tony Hawk: Shred“. Bei beiden Titeln kam anstatt dem normalen Controller ein zusätzliches Stück Hardware – ein Plastikskateboard (ähnlich wie das Wii Balance Board) zum Einsatz. Was sich in der Theorie nach einem innovativen und „coolen“ Konzept anhört, scheiterte an mangelhafter Umsetzung der Komponenten (Soft- und Hardware) kläglich. So erkannten die Infrarotsensoren Gesten eher sporadisch und die Spiele galten als unspielbar. Definitiv ein düsteres Kapitel in der Geschichte der Videospielreihe.

2012 versuchte Robomodo die Serie mit „Tony Hawk’s Pro Skater HD“ zurück zu ihren Wurzeln zu bringen. Das Spiel sollte als Remake der ersten zwei Spiele (und Levels von Teil drei via DLC) den betagten Skate-Profi in die HD-Welt hieven, überzeugte dabei aber leider auch nicht wirklich. Grafikfehler, Glitches und fehlende Features (Park Editor, Multiplayer Modus) trugen zu gemischten Kritiken bei. Immerhin hatte man zumindest das Gefühl, dass es wieder ein Schritt in die richtige Richtung sein könnte!

Fun Fact: Bereits 2017 wurde das Spiel aus allen digitalen Marktplätzen (z.B. Steam, Xbox Live, PlayStation Network) entfernt. Ich kenne keinen, der dieser Entscheidung wirklich nachtrauert! 🙂

2015 war dann mit „Tony Hawk’S Pro Skater 5“ der absolute Tiefpunkt erreicht. Das Spiel wurde zum Releasetermin unfertig ausgeliefert und strotzte nur so vor Bugs und Glitches. Ein Day-One-Patch, der fast doppelt so groß wie das eigentliche Spiel selbst war wurde veröffentlicht, aber auch dieser konnte die krassen Designfehler nicht beheben. Die Grafik war schlecht, die Steuerung schwammig, und das Leveldesign katastrophal. Selbst mit aufgesetzter Fanbrille kann man dem Titel nichts abgewinnen. Alles was THPS ausmacht wurde scheinbar vergessen und durch eine unfertige Demoversion ersetzt.  Mein persönliches Beileid geht an alle, die Geld für dieses Desaster ausgegeben haben! 😦

Fun Fact: Sogar die Entwickler waren von ihrem Produkt nicht überzeugt und verwiesen die Spieler via Twitter an das von Fans auf Basis von THUG 2 erstellte „THUG Pro“ – Wahnsinn! 😀

Nachdem der Entwickler 2016 insolvent ging und der Vertrag über die Namensrechte zwischen Tony Hawk und Activision Ende 2015 auslief wurde es ruhig um den betagten Skater. Bis zum 04. September 2020, denn dort wurde „Tony Hawk’s Pro Skater 1 + 2“ für PS4, Xbox One und PC veröffentlicht. Das Spiel ist ein neuer Ansatz eines Remakes der ersten beiden Teile mit einem neuen Entwicklungsstudio. Vicarious Vision war tatsächlich bereits früher für ein paar Portierungen der Tony Hawk-Spiele auf portable Systeme (Game Boy Advance, Nintendo DS) zuständig. Definitiv keine schlechte Wahl, denn das Studio arbeitet auf Basis des originalen Quellcodes und brachte auch alle ikonischen Songs der ersten beiden Teile zurück.

Bisher hatte ich noch keine Gelegenheit das Spiel zu spielen, da es für den PC leider nur exklusiv im Epic Games Store veröffentlich wurde und ich damit eigentlich nichts zu tun haben möchte! 😉

Aber alles in allem sieht es so aus als wäre der Reboot geglückt, die allgemeinen Rezensionen sind positiv. Sollte der olle Skater tatsächlich wieder rollen? Ich bin noch etwas skeptisch und hoffe einfach mal, dass das ein gutes Zeichen für die Zukunft ist! 🙂

So, ich denke es wird Zeit, dass wir die Kurve kriegen und uns ein Feierabendbier zusammen mit dem betagten „Birdman“ (Spitzname von Tony Hawk) gönnen. Eins ist klar – seine Spiele werden für immer einen großen Platz in meinem Herzen haben – und damit bin ich scheinbar nicht der einzige. Das flüssige Gameplay und die herausfordernden Challenges haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Und Skatepunk höre ich selbst heute noch gerne. Meist nur wenige Akkorde, eine eingängige Melodie, ein systemkritischer (oder total hirnverbrannter) Text. Unglaublich simpel und trotzdem schafft diese Musik es immer wieder die Laune steigen zu lassen und mir ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. 🙂

Fun Fact: Wer mehr Hintergrund über die Szene sowie vor allem die Entwicklung der Tony Hawk-Spiele erfahren möchte, dem kann ich wärmstens die Dokumentation „Pretending I’m A Superman“ ans Herz legen.

Was bleibt abschließend noch zu sagen. Achja – spielt Tony Hawk’s Pro Skater! Vor allem der dritte Teil ist definitiv jedem – auch „Anti-Skateboardern“ zu empfehlen. 🙂

4 Kommentare zu „#110 – THPS

  1. Ich bin ebenfalls großer Fan der frühen Tony Hawk-Spiele. Mein Favorit ist jedoch Teil 2. Von diesem gab es übrigens noch ein Xbox-Remaster

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  2. Ich bin ebenfalls großer Fan der frühen Tony Hawk-Spiele. Mein Favorit ist jedoch Teil 2. Von diesem gab es übrigens noch ein Xbox-Remaster namens Tony Hawks Pro Skater 2X. Das hatte auch alle Level aus Teil 1 und 2 sowie Extra-Level (welche nicht so gut waren) und die Möglichkeit einen eigenen Soundtrack zu nutzen sowie natürlich bessere Grafik.

    Das aktuelle Remake habe ich auch etwas gespielt. Ich finds wirklich super. Man hat halt auch viel neuen Extra-Content. Man kann aber ganz regulär die Aufgaben der originalen ersten beiden Teile durchspielen. Die Grafik ist wirklich bombastisch. Der Soundtrack ist fast komplett vorhanden (wirklich nur ganz wenig was fehlt, da hätte man eventuell die Möglichkeit einbauen können eigene Songs zu hören). Alle Modi sind da und spielen sich super. Die Steuerung bzw. das „Feeling“ kann man einstellen. Man kann modernes Gameplay, Tony Hawk 1- und Tony Hawk 2-Gameplay auswählen. Dinge wie Reverts oder Manuals werden dann entsprechend ausgeschaltet. Auch kann man da auch einzeln individuell Sachen anpassen. Ich habe da noch nicht viel herumprobiert.

    Am Anfang fühlte sich das Remake nicht genauso an, wie ich es von THPS2 gewohnt war. Etwas zu schnell und halt einfach anders. Nicht wirklich schlechter aber gewöhnungsbedürftig. Ich habe diese ganzen Optionen aber nicht genau untersucht, um so zu prüfen, ob man das originale Feeling noch mehr herstellen kann. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit war ich mit dem aktuellen Gameplay aber vollkommen zufrieden. Früher habe ich immer mal wieder THPS2 am Emulator angeworfen, das werde ich jetzt nicht mehr machen. Dass dieses Remake jetzt mein Go-To-Teil der Serie ist, ist das größte Kompliment was man dem Spiel machen kann.

    Da ich primär auf dem Handheld spiele, werde ich mir wahrscheinlich auch den kommenden Switch-Port anschauen. Ich hoffe sehr, dass der flüssig läuft.

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    1. Hi,

      das kann ich gut nachvollziehen – ich denke für viele Spieler ist der zweite Teil der beste der Serie und ist bis heute vielen THPS-Fans am meisten im Gedächtnis geblieben. THPS2X kenn ich, aber leider wurde das ja nur für den amerikanischen Markt veröffentlicht, daher besitze ich es nicht… 🙂

      Ja, das ist mit Remakes immer eine heikle Sache… Wobei ich bisher auch fast nur positives darüber gehört habe. Ich denke es schwingt auch eine große Portion Nostalgie mit, wenn man sich an die „gute alte Zeit“ erinnert. Viele (nicht alle) Gamedesigner haben eben doch im laufe der letzten Jahre etwas gelernt und Dinge weiterentwickelt. Freu mich schon, dass bei Gelegenheit mal selbst zu spielen…

      Wow, das mit dem Switch-Port wusste ich noch nicht – vielen Dank für den Hinweis!

      PS: Ich denke in Artikel 112 wird es um THPS3 gehen… 🙂

      Beste Grüße!

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