#18 – DIY: Halterung für piFM

Erinnert sich noch jemand an Artikel #13? Also damit meine ich jetzt nicht den höchst umstrittenen Paragrafen der EU-Urheberrechtsreform, sondern vielmehr einen Blogeintrag aus vergangenen Tagen. 🙂

„Damals“ habe ich den Raspberry Pi (piFM) einfach so auf das gute alte Klappzahlenuhrradio draufgelegt:

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Na da habe ich es mir aber einfach gemacht. Richtig sicher ist das nicht und blöd sieht es nebenbei auch noch aus. Das kann ich so aber nicht stehenlassen! 😉

Doch was tun? Ein passendes Gehäuse für den Raspberry habe ich sogar noch rumliegen, aber das ändert ja nichts am eigentlichen Problem. Gut wäre es, wenn ich eine Art „Halter“ für den piFM hätte. Zeit um sich eine kleine Portion kreativen Input im Holzkeller abzuholen…

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Nichts ist befriedigender, als nach dem anstrengenden Berufsalltag ein Stück Holz zu zersägen. 😀

Natürlich darf der „Feinschliff“ nicht fehlen:

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Doch was macht man jetzt damit? Wenn man nicht weiterweiß, sollte man ein zweites und ein drittes Stück Holz zersägen und diese mit metallischen Gegenständen (vorzugsweise Nägel oder Schrauben) verbinden.

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Hä? Und was soll das jetzt bringen? Also eins ist definitiv klar: Von Weitem betrachtet schaut’s entfernt aus! 😉

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Das Case ist auch recht schnell festgeschraubt:

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Klappe zu – Affe tot:

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Jetzt wäre es doch cool gleich noch einen passenden Halter für die SD-Karte zu haben. Oder noch viel besser: Einen passenden Halter für mehrere SD-Karten, so kann je nach Musikwunsch die Playlist variiert werden.

Gott sei Dank muss man das Rad nicht immer neu erfinden, denn im Internet gibt’s ja alles. So hat sich schon ein netter Mensch die Mühe gemacht und einen SD-Kartenhalter für 3 SD-Karten konstruiert. Dank 3D-Druck-Technologie ist so ein Teil auch recht schnell hergestellt.

Fun Fact: Da ich selbst keinen 3D-Drucker besitze, habe mir das Teil beim 3D-Druckservice AnyShape herstellen lassen. Die Seite wird von der „Technologie Transfer Initiative“ der Universität Stuttgart betrieben und bietet neben dem klassischen FDM-Druckverfahren auch eine Teilefertigung nach SLS-Verfahren – welches eigentlich eher im industriellen Bereich angesiedelt ist – zu sehr erschwinglichen Preisen an.

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Auch der SD-Kartenhalter ist recht schnell festgeschraubt:

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Nun müssten eigentlich nur noch ein paar SD-Karten präpariert werden. Hierzu muss das ursprünglich erstellte TinyCore-Image (inklusive Musik-Partition) auf drei weitere 2GB-SD-Karten kopiert werden. Man könnte meinen, das wäre der leichteste Schritt gewesen, doch hier habe ich sehr viel Zeit verloren…

Problem war, dass mein ursprüngliches Image einfach ein paar Bytes zu groß für die anderen SD-Karten war. Doch wie kann das sein – ich dachte jede der Karten hat 2GB?

Leider ist dieses Phänomen nichts ungewöhnliches und wird auch in zahlreichen Foren (z.B. hier oder hier) beschrieben. Schuld daran ist die „Ungenauigkeit“ der Speichermedienhersteller. So kommt es selbst bei neuen Datenträgern (gleicher Hersteller, gleiche Charge) vor, dass diese ein paar defekte Sektoren besitzen, welche vom Dateisystem nicht genutzt werden können.

Fun Fact: An dieser Stelle bitte keine Grundsatzdiskussion führen, wieso ich nicht größere SD-Karten genommen habe, diese lagen halt noch rum und haben sich nach einer Aufgabe gesehnt. 😉

Leider habe ich im Windows-Umfeld kein passendes – kostenfreies – Utility gefunden, welches einfach die letzten paar Bytes beim Kopiervorgang ignoriert – blöd 😦

Im Linux-Umfeld gibt es den „DD“ zum Kopieren von Geräten und Images, welcher etwas „sorgloser“ beim Kopieren vorgeht und einfach den Kopiervorgang mit einem Fehler beendet, sobald kein freier Platz mehr vorhanden ist. Da ich kein passendes Linux-System zur Hand hatte (ich weiß, peinlich) und jetzt auch nicht wieder zu viel Zeit mit virtuellen Maschinen verschwenden wollte, habe ich mich für ein kleines Tool namens „DD for Windows“ entschieden.

Nur noch den passenden Befehl absetzen und dann sind die Karten auch schon fertig:

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Letzten Endes bin ich mit der Lösung eigentlich ganz zufrieden. Bis auf die paar Euro für den 3D-Druck wurde alles wieder rein aus Restbeständen verwirklicht. So kann der piFM an der Oberseite des Regals hängen und fliegt nicht mehr durch die Gegend.

j

< stay tuned > 😉

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