#14 – DIY: Darts auf 90° serviert

90°? Damit wird der Braten doch nie etwas… Gut, dass Dartpfeile nicht gebraten werden, sondern einfach nur in eine Dartscheibe geworfen werden müssen!

Nur was macht man, wenn die räumlichen Gegebenheiten eine einfache Aufhängung an der Wand nicht zulassen? Richtig, kreativ werden! 🙂

Hinweis: Diesmal gibt es keine ausführliches „Buildlog“, denn wie so oft, habe ich vergessen während der eigentlichen „Konstruktionsphase“ Bilder zu machen, drum hier nur eine kurze Präsentation des Ergebnisses.

Bevor es losgeht noch ein Wort in „eigener“ Sache. Vielleicht ist euch ja schon mein neues Hintergrundbild aufgefallen? Anlass für einen Wechsel waren primär rechtliche Bedenken, da das bisherige Design sehr nah an „Super Mario Bros.“ angelehnt war (DSGVO lässt grüßen). Ebenso fand ich den bisherigen Hintergrund irgendwie lieblos hingerotzt…

So war es Zeit für einen Wechsel: Das jetzige Schmuckstück habe ich meinem besten Kumpel (Michael Feyerlein) zu verdanken. Ich habe ihm null Vorgaben gemacht und das war das Ergebnis – ich bin geplättet! 🙂 Ich hoffe es gefällt euch auch, THX BRO! 🙂

So, jetzt aber zurück zum Thema: Darts! 🙂

Eigentlich wäre diese Wand ideal um eine Dartscheibe daran aufzuhängen:

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Blöd nur, dass genau davor der Billardtisch (ihr erinnert euch, Artikel #6) steht, so kann man nicht gerade darauf werfen…

Aber irgendeine Lösung muss es doch geben? Vielleicht könnte man ja die Scheibe irgendwie an einer Holzplatte befestigen. Diese müsste man dann „nur noch“ mit so Scharnieren um 90° in den Raum hinein kippen. Klingt machbar und ist definitiv einen Versuch wert! 🙂

Hier zumindest schon mal die – auf die Raumgegebenheiten angepasste – Holzscheibe mit meiner – zugegeben etwas „provisorischen“ Dartscheibe 😀

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Und hier haben wir die Scharniere. Sie können etwas über 90° ausgeklappt werden und haben eine Position, welche auf 90°, 80° und 70° einrastet. Es war gar nicht leicht halbwegs stabile und trotzdem nicht zu schwere klappbare Gelenke zu finden. Bei der Umsetzung hat mich mein Vater unterstützt (Dad, falls du das liest: Vielen Dank, das hätte ich alleine nicht hinbekommen! 🙂 ).

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Die Scharniere können über einen Druckmechanismus wieder eingeklappt werden.

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So sieht die Holzplatte dann von der Wurfposition aus dem Raum heraus aus, erst noch „zugeklappt“…

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… und so aufgeklappt:

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Ein Problem gibt es allerdings noch: Dadurch, dass die Scharniere etwas über 90° gehen (um in die Halteposition einzurasten), müssen sie trotzdem noch stabilisiert werden, sonst wackelt die Holzplatte mit der Dartscheibe zwischen 90° bis 100° durch die Gegend. Um das Problem zu lösen, haben wir uns für eine Holzlatte als Stabilisator entschieden:

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Die Latte hat zwei runde Löcher und wird an Plattenkloben (welche eigentlich für Tormechanismen verwendet werden) befestigt.

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Bei Nichtgebrauch kann die Latte an der Rückseite der Holzplatte befestigt werden.

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Damit die Latte beim Zu- und Aufklappen nicht durch die Gegend wackelt, habe ich am unteren Ende einen mit Schaumstoff beklebten, umgebogenen Metallwinkel festgeschraubt.

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Ein positiver Nebeneffekt ist, dass die Holzplatte nur an dieser Stelle die Wand berührt, so lässt sich sicherstellen, dass die Kloben nicht die Wand verkratzen.

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So richtig viel mit Darts hatte das jetzt alles ja noch nicht zu tun, denn das wichtigste fehlt ja noch: Die Dartscheibe 🙂

Für welches Modell man sich entscheidet ist prinzipiell egal, da die qualitativen Unterschiede eher gering sind. Besonders zwischen den beiden Marktführern Winmau und Unicorn gehen die Meinungen weit auseinander. Im Endeffekt ist es wohl größtenteils Geschmackssache für was man sich entscheidet (gerade wenn das eigene Spielniveau – optimistisch formuliert – eher im Amateurbereich anzusiedeln ist). Ich habe mich letztendlich für eine „Blade 5“ von Winmau entschieden weil ich finde, dass die Farben etwas kräftiger wirken als bei der Konkurrenz.

Fun Fact: Selbst der britische Profi-Darts-Verband BDO und die weitaus bekanntere Professional Darts Corporation PDC sind sich bei dieser Frage nicht einig…

Beim Aufhängen kann nicht viel falsch gemacht werden. Man sollte lediglich darauf achten, dass die Höhe vom Boden zum Bullseye (Mittelpunkt der Dartscheibe) 1,73m betragen soll.

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Jetzt fehlt nur noch die Abstandsmarkierung (auch „Oche“ genannt), damit man weiß von wo man werfen darf. Für diesen Zweck gibt es extra Teppiche, welche den exakt benötigten Abstand (2,37 m) zur Dartscheibe markieren. Meine Markierung ist nicht ganz so spektakulär und besteht lediglich aus einem Stück Isolierband. Sehr schlicht, aber es erfüllt seinen Zweck. 😉

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Doch mit einer Scheibe allein kommt man nicht weit, für den Anfang wird zumindest ein Satz Darts benötigt:

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Jetzt kann gespielt werden – gleich mal ein paar Darts drauf los schmeißen 🙂

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Wie man unschwer erkennen kann, habe ich mich bei den ersten Spielen nicht gerade mit Ruhm bekleckert… 😉

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Vereinzelt waren schon ein paar Triple-20er dabei, aber von der ersten 180 bleibt wohl nur zu träumen… 🙂

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In diesem Sinne: „Good Dart“ 🙂

Ein Kommentar zu „#14 – DIY: Darts auf 90° serviert

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